Theologisches Symposium der Union von Scranton

Wie schon im vergangenen Februar, so fanden sich auch vom 7.-9. Februar 2020 wieder hochrangige Delegationen der Mitgliedskirchen der altkatholischen Union von Scranton und ausgewählter ökumenischer Partner zu Gast in Südwestdeutschland ein, um über aktuelle pastoraltheologische und ökumenische Fragen zu beraten. Die Leitfrage für die Teilnehmer aus Nordamerika, Norwegen, England, Deutschland und Italien lautete ebenso schlicht wie dringlich: How can we survive the present crisis of the Christian faith?

Das Thema wurde aus unterschiedlichen fachlichen Perspektiven in zahlreichen Diskussionen sowie in diversen Vorträgen reflektiert; Referenten waren u.a. Archidiakon Dr. Jeremy Boccabello (von der anglo-katholischen Diocese of the Holy Cross), der nordisch-katholische Bischof Dr. Roald Nikolai Flemestad und der Generalsekretär der Union von Scranton, Erzpriester Robert M. Nemkovich Jr. Zu Gast waren unter anderen Erzbischof Dr. Anthony A. Mikovsky (leitender Bischof der Polnisch-Katholischen Nationalkirche von Amerika, PNCC), Bischof Bernard Nowicki (Diözesanbischof der Central Diocese der PNCC), der designierte nordisch-katholische Bischof und derzeitige Generalvikar Ottar Mikael Myrseth samt weiteren hochrangigen norwegischen Gästen — ferner aus der Anglikanischen Kirchengemeinschaft der Kirchenjurist und Bischof Dr. Kevin Donlon sowie Bischof Gerald Schnackenberg.

Ein besonderer Höhepunkt des Tagungsprogramms war ein kurzer Ausflug zum Mainzer Dom, um dort in der neunhundert Jahre alten Gotthard-Kapelle das Offizium in englischer und deutscher Sprache zu feiern. Dem Mainzer Diözesanbischof Prof. Dr. Peter Kohlgraf gilt unser herzlichster Dank für die Ermöglichung dieser intensiven geistlichen Erfahrung!

Laudes im Mainzer Dom, Gotthard-Kapelle

Die Eucharistiefeier zum Sonntag Septuagesimae wurde von der Nordisch-Katholischen Mission in Deutschland unter Leitung von Bischofsvikar Prof. Herzberg als Zelebrant gestaltet; als Kantor und Organist wirkte Pfarrer Lauritz Elias Pettersen. Unter den Konzelebranten war neben Bischof electus Ottar Myrseth auch Pfarrer Dieter Kniese, der zu den dienstältesten altkatholischen Priestern in Deutschland zählt. Die Predigt — über Jesu Gleichnis von den Arbeitern im Weinberg — hielt Erzbischof Dr. Mikovsky persönlich.

Inhaltlich geplant wurde das Symposium maßgeblich von Bischof Dr. Flemestad; die organisatorische Hauptverantwortung lag bei Archidiakon Dr. Daniel Gerte. Das Martinuswerk e.V. gewährte einen Zuschuss zur Tagung und war vor Ort durch seinen Schatzmeister, Dipl.-Ing. Michael Berghoff, vertreten.

Deo gratias!

Martinuswerk unterstützt Hospiz in Soest

Gebet und Spende für das Christliche Hospiz Soest

Am vergangenen Freitag, den 31. Januar 2020, besuchte der Vorsitzende des Martinuswerks e.V., Archidiakon Dr. Daniel Gerte, das Christliche Hospiz Soest gGmbH. Dort überreichte er eine Spende des Martinuswerks und führte ein einstündiges Gespräch mit dessen Leiterin, Frau Angelika Köster, zwecks Erfahrungsaustausch zu Glaube und Spiritualität in der Seelsorge. Ein Gebet im Raum der Stille für alle Patienten und Mitarbeiter des Hauses beschloss den Besuch.

Das beim Amtsgericht Arnsberg als gemeinnütziger Verein eingetragene Martinuswerk ist der deutsche Förderverein der altkatholischen Union von Scranton. Dessen Vorsitzender Dr. Daniel Gerte ist zugleich Priester und Archidiakon der Nordisch-Katholischen Mission in Deutschland, einer 2012 gegründeten Missionspfarrei der Union von Scranton unter der bischöflichen Aufsicht von Bischof Dr. Roald Nikolai Flemestad (Oslo).