Weniger ist mehr. Ist die Fastenzeit heute noch ein Thema? Gedanken von Gabriele Gerte

Fasten bedeutet ein Mehr und zugleich ein Weniger. Ein Weniger an Nahrung. Einfache Nahrung statt aufwendig zuzubereitender Lebensmittel steht auf dem Speiseplan, zum Beispiel einfache Eintöpfe statt üppiger Bratengerichte. Manche Menschen verzichten beim Fasten auf Süßes oder Alkohol. Sie betrachten dies als Opfer. Aber ist der Verzicht bestimmter Lebensmittelmittel bei der heutigen Vielfalt schon Fasten? Ich denke eher nicht.

Denken wir einmal daran, wenn wir aufgrund einer Operation einige Tage gar nichts essen dürfen und endlich nach vier Tagen ein Weißbrot mit Käse bekommen. Wie fühlen wir uns dann? Das belegte Brot kommt uns nun wie eine Köstlichkeit vor.

Wir bemerken, wie gedankenlos und selbstverständlich wir mit den wertvollen Nahrungsmitteln umgehen. Wenn man dann für Aschermittwoch teuren Fisch statt Fleisch kauft, ist das für mich noch kein Verzichten. Verzichten auf was? Verzichten bedeutet, ich gebe etwas auf, ich überwinde meine Gier und mein Verlangen auf etwas Bestimmtes – meinen sprichwörtlichen inneren Schweinehund. Ist damit Fasten gemeint? Ich denke, es geht um noch mehr.

Die Wochen vor Ostern könnten auch dazu genutzt werden, einmal mehr Ruhe einkehren zu lassen, mehr in sich zu gehen, mehr zu lernen, Wichtiges von Unwichtigem zu unterscheiden und unseren Geist zu entrümpeln. Auch hier kann ein Weniger ein Mehr sein. So könnte man zum Beispiel mehr lesen, ein gutes Buch zur Hand nehmen anstatt TV zu sehen.

Ich habe einmal die Fastenzeit zum Anlass genommen, mehr in der Bibel zu lesen. Eine weitere Möglichkeit wäre, an Exerzitien teilzunehmen. Man gibt also etwas Sinnloses zu Gunsten von etwas mehr Sinngebendem auf. Egoismus, Unmenschlichkeit, üble Nachrede, Habgier, Neid usw. sind schlechte Eigenschaften, die Unfrieden und Leid auslösen. Die Aufgabe und der Verzicht darauf bedeuten schon viel. Auch hier bedeutet das Weniger ein Mehr. Aber die Umwandlung der bösen Kräfte in gute, sinnvolle Handlungen wie Menschlichkeit zeigen, Not lindern usw. ist noch um vieles mehr wert.

Was bedeuten jedoch genau Verzicht und Aufgabe? Zunächst einmal wird nachgedacht, abgewogen und die Bequemlichkeit überwunden. Was ist sinnvoll? Was bringt es mir? Habe ich die Zeit dazu? Sinnvoll ist etwas, wenn es mir mehr gibt, mich im geistlichen Sinn bereichert, anderen hilft und ihnen tut, uns reifen lässt, uns weiterbringt, Erkenntnis schenkt und ganz einfach zufrieden macht.

Was bedeuten jedoch genau Verzicht und Aufgabe? Zunächst einmal wird nachgedacht, abgewogen und die Bequemlichkeit überwunden. Was ist sinnvoll? Was bringt mir mehr? Habe ich die Zeit dazu? Sinnvoll ist etwas, wenn es mir mehr gibt, mich im geistlichen Sinn bereichert, anderen hilft und ihnen tut, uns reifen lässt, uns weiterbringt, Erkenntnis schenkt und ganz einfach zufrieden macht. In diesem Sinn ist Verzicht und Wandlung positiv.

Es ist bekannt, dass Gier und jegliches Übermaß schädlich sind. Das merken wir schon nach einem reichlichen Essen und Alkoholgenuss. Auch die Gier nach immer mehr Geld und Konsumgütern – koste es, was es wolle – bekommt uns nicht. Man verliert das Maß. Alles haben zu wollen, verdirbt den Menschen. Wir verlieren uns. Wir geben dem Materiellen mehr Raum als unsere seelischen Bedürfnisse – aber „der Mensch lebt nicht nur vom Brot allein“.

Das Materielle befriedigt nicht unsere seelisch ganz tief in uns sitzenden Bedürfnisse. Daher sind wir trotz allen Besitzes nicht glücklich. Wer kennt das nicht?
Es musste unbedingt die neue Bluse, der neue Fernseher sein. Und wenn wir das haben? Was ist dann? Fühlen wir uns zufriedener, glücklicher? Aber wie fühlen wir uns, wenn wir etwas gespendet haben, jemanden behilflich sein konnten?

Oder wie fühlen wir uns, statt einen Abend geist- und sinnlos zu vergeuden, nach einem guten Vortrag? Ich für meinen Teil fühle mich dann lebendiger, belebter und bereichert. Geben, was uns gegeben. Schon ein freundlicher Gruß oder ein Lächeln kann die Stimmung des Tages heben. Menschlichkeit zeigen. Einfach alles, was anregt und bereichert, bringt Erkenntnis und Zufriedenheit.

Fazit: Fasten und Verzicht sind positiv, ein Weniger und ein Mehr. Verzicht kann bereichern und uns Erkenntnis bringen. Es ist gut, Verzicht zu üben, weniger anzusammeln, sinnbildlich unseren Kühlschrank, Kleiderschrank und auch unseren Geist zu entrümpeln, Ballast abzuwerfen, wieder Maß zu halten in allen Dingen. Schlechte Eigenschaften sollen in gute Eigenschaften verwandelt werden. Wir sollen geben, was uns gegeben ist. Wenn wir uns bemühen, uns „geistlich“ zu bereichern, bringt es uns letztlich auch wieder Gott näher. Dafür eignet sich die Fastenzeit, und darum ist die Fastenzeit auch heute noch ein Thema.

Warum die Frauenordination kein Problem löst, aber neue schafft. Ein Kommentar

Gemälde Le Sacerdoce de la Vierge Marie (Detail), Schule von Amiens, 1438, Frankreich.
Anmerkung: Die Jungfrau Maria als Priesterin, das Jesuskind als pontifex maximus am „Bassgeigen“-Zipfel der Mutter? Sie trägt eine Stola und teilt die Kommunion aus? Ein Ministrant hält jedenfalls eine Tiara. Eine schöne Allegorie, die nichts beweisen will.

In letzter Zeit und besonders um den neulich begangenen Weltfrauentag herum haben Internetportale, die sich katholisch nennen, durch Artikel verstärkt den Eindruck erweckt, der Ruf nach der Frauenordination (= FO), also der Diakonen- und Priesterweihe von Frauen, sei in der römisch-katholischen Kirche ein vordringliches Problem – wenn nicht sogar das vordringlichste.

Die Argumente von Schrift und Tradition als die beiden Prinzipien, denen katholische und orthodoxe Theologie gemäß ihrem Selbstverständnis verpflichtet ist und die dem postmodernen Wunsch nach der FO eine deutliche und begründete Absage erteilen, werden von ihren Befürworterinnen und Befürwortern regelmäßig teils ignoriert, teils durch ständiges Widersprechen wegzureden versucht.

Dies ist nun nicht der Ort, die Debatte erneut aufzukochen, zumal die FO keine Fragestellung ist, die die Union von Scranton weiterhin beschäftigt. Dennoch wird der Konflikt auch gelegentlich an uns herangetragen, insofern wir aufgrund unserer Katholizität in Haftung für die römisch-katholische und die orthodoxe Kirche genommen werden.

Die Diskussion über die FO ist hauptsächlich an fünf Aspekten aufgehängt: 1. am exegetischen (die Schrift); 2. am dogmatischen (die Tradition); 3. am feministischen (die Gleichstellung); 4. neuerdings auch am juristischen (die vermeintliche Diskriminierung) und 5. am funktionalen (die Gewährleistung der Sakramentenspendung in Zeiten des Priestermangels). Zwangsläufig überlagern sich einzelne Aspekte.
Während der exegetische Befund zusammen mit dem dogmatischen andernorts kompetent erörtert ist (etwa hier), soll es im Weiteren überwiegend um den funktionalen Aspekt gehen, der analog auch auf die Zölibatsdiskussion angewendet wird: Gäbe es die FO bzw. einen freigestellten Zölibat, dann könnten überall die Sakramente oft genug und ausreichend gespendet werden – so die Behauptung.
Daher sei vorab der Hinweis erlaubt, dass es sich mindestens bei diesem Punkt der Diskussion um eine Sicht von gestern handelt, die in mittlerweile überholten Kirchenträumen vergangener Jahrzehnte hängen geblieben ist. Und wer sich damit noch lange aufhält, verschläft, dass es bald keine Gläubigen mehr gibt, die in ihren Gemeinden aktiv sind und denen Seelsorge dienen könnten.  

Der Blick auf die evangelische Kirche in Deutschland bestätigt dies: Obwohl es dort seit 1958 Pfarrerinnen gibt, mangelt es ihr an beidem — Christenmenschen wie Geistlichen (s. den Artikel vom 3. März 2019 in ideaDer evangelischen Kirche gehen die Pfarrer aus“ — und auch die Pfarrerinnen, darf man korrekterweise ergänzen).

Auch der Alt-Katholischen Kirche in Deutschland (AKD) der Utrechter Union geht es rund zwei Jahrzehnte nach der Weihe von Frauen zu sog. Diakoninnen und Priesterinnen ähnlich.
In seiner Rede am 4. Oktober 2018 über die „großen Herausforderungen“, vor denen die alt-katholische Kirche steht, machte der leitende Bischof während der Synode deutlich, „dass mittlerweile ein Personalmangel bestehe“ und  „diese Situation“ dazu nötige, „sich über das geistliche Amt, über den Beruf [der] Pfarrerin bzw. des Pfarrers Gedanken zu machen“.

Bekanntlich hat auch die römisch-katholische Kirche eine Reihe von Problemen, die immer wieder für „Austrittswellen“ sorgen. Jedes für sich ist geeignet, in Europa und den USA ihre Existenz zu bedrohen, doch sind die Folgen des Priestermangels am ehesten in Zahlen fassbar. 
Die umfassende Aufdeckung von Missbräuchen sexueller aber auch finanzieller Art und der vereinzelten tiefen Verstrickung der Hierarchie in sie kann nur als Dienst an der Wahrheit, die frei macht (vgl. Joh 8,32), begrüßt werden.
Dennoch könnte keines dieser Probleme, zuvorderst der Priestermangel, durch die FO gelöst werden. Im Gegenteil: Es würde die weltweite römische Kirche an den Rand der Kirchenspaltung und voraussichtlich darüber hinaus treiben, da die ständige Diskussion über die FO außerhalb gewisser Gegenden Nordamerikas und Europas überwiegend als Luxus- und Scheinproblem degenerierter Teilkirchen betrachtet wird.
Für die Zukunft der Kirchen bietet die FO jedenfalls keine Lösung. Sie kann auch — der Blick auf die evangelische Kirche wie auf die alt-katholische Kirche der Utrechter Union zeigt es — kein Mittel sein, um nachhaltig den Mangel an katholischen Priestern zu beseitigen.

Denn wie die Zukunft in Deutschland und Europa wahrscheinlich aussieht, mit der sich Theologen beiderlei Geschlechts besser beschäftigen sollten, statt sich in rückwärtsgewandte Diskussionen zu verstricken, die zudem auf einem unhaltbaren Besitzstandsdenken beruhen, zeigt ein Blick in folgende Prognosen für die Entwicklung der römisch-katholischen Kirche bis ins Jahr 2040/50:
– Anteil der Katholiken an der Bevölkerung: Von 44% (um 1970) bis 22% (2040)
– Entwicklung der Gottesdienst-„Besucher“: Von 4.400.000 (2000) über 2.500.000 (2016) bis 300.000 [sic!] (2040)
– Anteil der Katholiken im Sonntagsgottesdient im Verhältnis zur Gesamtzahl der Katholiken: Etwa 50% (1950) über noch 10 % (2016) bis – nach konservativer Prognose – ca. 0,6% (2040)
– Zahl der erwerbsfähigen Katholiken: 13,5 Mio. (2016) auf 8,9 Mio. (2031) bis 5,9 Mio. (2041)
– Bestand an Priestern: 12.571 (2000) über 8.786 (2016) bis 3.872 (2050)
– Zahl der Priesteramtskandidaten: Von 470 (für Diözesen und Orden 1990) über 156 (2016, insgesamt) bis zu 0 (für Diözesen 2026) bzw. 0 (2036, insgesamt)
– Zahl der Kirchen und Kapellen: Von 24.500 (bei geringster Nutzung von 123 Gläubigen pro Sa./So. im Jahr 2011) bis zu 882 (2040) 
– Einzig wachsend ist bis 2016 die Entwicklung der Kirchensteuern – unter Berücksichtigung der Inflationsrate und anderer Faktoren – von netto ca. 2,8 Mrd. DM (1967: EKD: 1,6 Mrd. + RKK 1,23 Mrd.) auf 11,5 Mrd. € (2016: EKD 5,4 Mrd. + RKK 6.1 Mrd.) (Statik: FOWID anhand der Statistischen Jahrbücher)

Angesicht dieses auch die letzten Jahrzehnte überblickenden Faktenchecks, der für alle drei kirchensteuerpflichtigen Großkirchen ähnlich verheerend ausfällt, könnte naiv die Frage entstehen, ob es gar einen Zusammenhang zwischen dem Abwärtstrend der genannten Kirchen als gesellschaftliche Institutionen und der Einführung von Pfarrerinnen oder Priesterinnen gibt, zumal beide Phänomene ungefähr zeitgleich entstanden sind. Doch verbieten sich monokausale Erklärungen komplexer Prozesse meist.
Allerdings gibt es auch umgekehrt keinen einzigen Beleg dafür, dass die Negativentwicklung der „Glaubensverdunstung“ durch die FO gestoppt oder bloß gemindert worden wäre.

Als Fazit lassen sich somit folgende Argumente festhalten und ergänzen, die begründen: Die Forderung der FO …
1. … ist von gestern und ein „feministischer Ladenhüter“. Zeitgeschichtlich sind bestimmte Vorstellungen von FO aus dem Kontext der Frauenbewegung zu verstehen, die zu ihrer Zeit ihre Berechtigung hatten. Heute sind ihre wesentlichen Ziele aber soweit erreicht, dass in bestimmten Bereichen sogar eine Gleichstellung der Männer gefordert wird (s. etwa den Artikel „Wo Männer leiden“, in der SZ vom 9. Januar 2019). Auch im Zusammenhang mit manchen Kirchenträumen vergangener Jahrzehnte gehört die FO zu dem, was sie schon damals waren: romantisierende Träumereien vorbei an der Realität, Spiritualität und Geschichte einer Weltkirche. Ein Menschenrecht auf kirchliche Weihen kennt auch die weltliche Rechtsprechung nicht.
2. … ist gemäß Schrift und Tradition unbegründet. Nach biblischer Theologie sind Mann und Frau bereits „gleichgestellt“, weil sie als Ebenbilder G’ttes gleich-wertig geschaffen sind (vgl. Gen 1,27). In dem durch Christus gestifteten Neuen Bund sind zudem die kultischen Reinheitsgebote des Alten Bundes abgeschafft, und Männer wie Frauen haben jederzeit gleichen Zutritt zum Haus Gottes (Gal 3,28). Ferner ist bekannt, dass auch Jüngerinnen Jesus folgten (vgl. etwa Lk 8,1-3). Daraus jedoch samt anderem und aus den Spuren von — in der Eucharistiefeier nicht aktiven — frühchristlichen Diakonissen einen unbegrenzten Zugang aller Getauften zu allen Ämtern abzuleiten, die übrigens auch nicht jedem Mann offenstehen, entspricht einem naturalistischen Fehlschluss, insofern vom Sein (Ebenbild-G’ttes-Sein bzw. Getauftsein) auf das Sollen (alle Ämter für alle öffnen) geschlossen wird. Dementsprechend stellte auch die Internationale Altkatholische Bischofskonferenz 1976 fest, dass sie  „… in Übereinstimmung mit der alten, ungeteilten Kirche, einer sakramentalen Ordination von Frauen zum katholisch-apostolischen Amt eines Diakons, Presbyters und Bischofs nicht zustimmen“ kann. Ferner stellten die altkatholischen Kirchen der Union von Utrecht zusammen mit den orthodoxen Bischöfen in der Koinonia auf altkirchlicher Basis noch 1987 – ein Jahr vor der ersten Diakoninnenweihe und neun Jahre vor der ersten Priesterinnenweihe in der AKD –  fest (S. 94, 4. Abschn.): „Die ungeteilte Kirche hat, abgesehen von der nicht geklärten Einrichtung der Diakoninnen, die Ordination von Frauen nicht zugelassen“.
3. … löst keines der aktuell drängenden Probleme einer Kirche, auch nicht den Priestermangel. Vor allem ist sie keine Antwort auf die Entchristlichung Europas. Wie die römisch-katholische Kirche leiden überraschenderweise auch die protestantische und die alt-katholische Kirche — trotz Pfarrerrinnen und abgeschafftem Zölibat — unter einem Mangel an Geistlichen.
4. … bindet und verschleißt stattdessen benötigte Kräfte, die besser zum missionarisch offensiven und überzeugenden Werben für den christlichen Glauben eingesetzt werden sollten — egal, ob dies als Mann oder Frau geschieht. Denn ohne Gläubige hat keine Kirche eine Zukunft.
5. … spaltet garantiert jede Kirche: Dort, wo im Protestantismus, Anglikanismus und Altkatholizismus die FO durchgeboxt wurde, entstanden immer in Folge gravierende Kirchenspaltungen. Jesus will aber, dass wir eins sind (vgl. Joh 17,21f.). Eine Kirchenspaltung ist ein zu hoher Preis zur Erfüllung unberechtigter Forderungen.
6. … ist zutiefst klerikal. Paradoxerweise fordern oft die Stimmen am lautesten die FO, die gleichzeitig den Klerikern „Klerikalismus“ vorwerfen, ferner im Sinne basisdemokratischer Gemeindestrukturen die kirchlichen Leitungsämter abschaffen wollen und aufgrund des „gemeinsamen Priestertums aller Gläubigen“ (manchmal verwechselt mit Luthers „allgemeinem Priestertum“) eine verstärkte Beteiligung aller Laien an Gremien wie Entscheidungsprozessen verlangen. Das sind jedoch Forderungen, die einander ausschließen. Dass zu Diakoninnen und Priesterinnen geweihte Frauen dann nämlich ebenfalls zum Klerus gehören und ihn somit samt den klerikalen Strukturen verstärken, wird entweder bewusst übersehen oder opportunistisch gerne in Kauf genommen.
7. … ist zutiefst anti-ökumenisch, insofern alle orthodoxen Kirchen (chalzedonische wie nicht-chalzedonische), die strikt am überlieferten Priestertum festhalten, entweder als Gesprächspartner auf Augenhöhe ignoriert werden oder in eine Schublade mit dem Etikett „fundamentalistisch-veraltet-minderbemittelt“ gesteckt werden, was ebenfalls kein angemessener Umgang mit Millionen von Christinnen und Christen anderer Konfessionen ist.

Eine einfache Frau hat vermocht, was kein Mann auf natürlichem Weg zustande bringen könnte: Sie hat IHM das Leben gegeben, der uns das ewige Leben gibt.
Jeder Mann könnte diese Frau zurecht um jenes Wunder beneiden.
Ist sie damit nicht bedeutender oder wichtiger als alle Päpste, Priester und Propheten zusammen?
Sollten wir uns nicht alle, Männer wie Frauen, auch im Hinblick auf sinnlose Debatten diese Frau zum Vorbild nehmen und Christus in uns tragen und dem Glauben ins Leben verhelfen, statt die Kirche zu spalten und die Problemlösungen auf morgen zu verschieben?

(RB)

Ökumenischer Glaubenskreis in Düsseldorf am 16.03.19

Als das Gründungstreffen am 16. Februar endete, schloss sich bald hinter den sieben Interessierten die große Seitentür der Johanneskirche. Denn die Zeit war im Nu vergangen, und das Café im Foyer stellte für heute seinen Betrieb ein.

Nach drei Stunden voll anregenden Gesprächen über tiefe und wesentliche Fragen des Glaubens, waren sich alle einig, dass dies nach einer Fortsetzung verlange.

Daher wird der Gesprächsfaden entlang des ursprünglichen Glaubens der frühen Christen wieder aufgenommen am 16. März um 15 Uhr in der Johanneskirche (Martin-Luther-Platz, Nähe der Düsseldorfer Kö).

Am Aschermittwoch ist alles vorbei? Bruder Joes Kolumne

Es hätte so schön weiter gehen können – ein Leben im Paradies.

„Du darfst essen von allen Bäumen im Garten.“ Zu Anfang lebte der Mensch von der Großzügigkeit Gottes, und es war kein Problem, dass Gott gesagt hatte: „Von dem Baum der Erkenntnis des Guten und des Bösen sollst du nicht essen.“ Es gab reichlich Anderes. Es war buchstäblich paradiesisch im Garten Eden. Der Mensch war nackt, und er konnte ganz unbefangen Gemeinschaft mit Gott haben. Alles war gut.

Es bedurfte zum Zusammenleben keiner 613 in der Tora enthaltenen Mitzwot (Gesetze), keiner Zehn Gebote und auch nicht des Gebotes Jesu, das „neue Gebot“, das er uns gab: „Liebt einander! Wie ich euch geliebt habe, so sollt auch ihr einander lieben“ (Joh 13,34-35), brauchte es nicht, denn die Liebe war allgegenwärtig. Alles war gut!

Es gab für die Menschen im Garten Eden nur ein einziges Gebot, welches gleichzeitig auch ein Verbot darstellte: „Von allen Bäumen des Gartens darfst du essen, doch vom Baum der Erkenntnis von Gut und Böse darfst du nicht essen …!“ (Gen 2,16-18).

Wir wissen, wie es danach weiter ging … Der Mensch musste das Paradies verlassen. Vorbei war es nun mit dem schönen Leben und der unbeschwerten Zeit, in der der Mensch ganz selbstverständlich und unbefangen Umgang mit Gott hatte. Außerhalb vom Garten Eden ist der Mensch der Vergänglichkeit ausgeliefert und wird täglich mit ihr konfrontiert.

Ich schaue mir erneut die Geschichte in der Genesis an: … Nachdem der Mensch von der Frucht isst, erkennt er, dass er nackt ist vor Gott, er erkennt, dass er bloßes Geschöpf ist und entwickelt Scham. Er versteckt sich vor Gott, und er erkennt den Unterschied zwischen dem, was dem Wesen Gottes entspricht, und dem, was dem Wesen Gottes entgegensteht!

In der Bibel heißt es: „Sie erkannten Gut und Böse!“ Vorbei war es mit dem unbeschwerten und sorglosen Leben. Was dem Menschen geblieben war, das war die Erinnerung an vergangene unbeschwerte Zeiten, und wie sehr wünscht sich der Mensch ins Paradies zurück, während er mühevoll den Alltag bewältigt, er sich kümmert und sorgt und versucht seinen Lebensunterhalt zu bestreiten … und das bis heute.

Der Karneval war eine willkommene Abwechslung zum Ende des Winters. Für ein paar Tage, ein paar Stunden den Sorgen des Alltags entfliehen, feiern, lachen, tanzen und unbeschwert sein, das hat manch einer während den letzten Tagen genossen. Am Aschermittwoch ist es aber vorbei. Runter mit den Masken, raus aus der Verkleidung, ungeschminkt zurück in den Alltag. …wir könnten doch so ein unbeschwertes Leben haben, wenn die ersten Menschen nur nicht diese Frucht gegessen hätten…

Ich hatte erst vor kurzem morgens nach den Laudes die entsprechende Passage in der Genesis gelesen und noch abends vor dem Einschlafen ging sie mir dauernd im Kopf herum. Ich fragte mich, warum es ausgerechnet ein Speiseverbot gewesen ist, warum etwas Essbares, was der Mensch nicht zu sich nehmen durfte? Immer wieder stellte ich mir die Frage, warum es beispielsweise kein Stein gewesen ist, den man nicht berühren oder betreten durfte, etwa einen „Stein“ der Erkenntnis?

Am nächsten Morgen kurz nach dem Aufwachen hatte sich das Thema verlagert und zwar vom Kopf in den Bauch, und genau dort vermutete ich auch meine Antwort. Die Erkenntnis von Gut und Böse, das hat etwas mit meinem Bauch zu tun. Im Bauch entwickelt sich das Gefühl. Es ist ein Bauchgefühl. Es entsteht eine Wechselwirkung zwischen Kopf und Bauch und beide bedingen einander.

Ganz klar, Gedanken, Gefühle und Emotionen spielen sich im Kopf ab. Ich kann mich an Situationen erinnern, in denen ich entweder überglücklich war, beispielsweise als ich verliebt war oder zutiefst traurig usw. Aber wie haben sich diese Gefühle bei mir bemerkbar gemacht? Waren die Schmetterlinge im Bauch oder im Kopf? Schlagen mir schlechte Nachrichten auf den Magen oder auf den Kopf? Aus diesen Alltagsbeobachtungen wird deutlich, dass in meinem Bauch Prozesse ablaufen, die mit meinem Gefühlshaushalt zusammenhängen.

Ist denn jetzt der Magen-Darm-Trakt lediglich von Signalen aus dem Kopf abhängig oder beeinflusst er möglicherweise sogar Prozesse in meinem Gehirn? Wir wissen heute, dass ein reger Austausch herrscht zwischen dem Nervensystem des Darms und dem sogenannten Vagus-Nerv.
Dieser ist der zehnte Gehirnnerv und die Verbindung zwischen Darm und Stammhirn, und was noch interessanter ist, dieser Nervus vagus ist für den Herzschlag verantwortlich.

Wie jetzt erst vor kurzem festgestellt wurde, erfolgt der Großteil der Informationsübertragung vom Nervensystem des Darms hin zum Gehirn und nicht umgekehrt, wie man zuvor vermutete. Die Forschung spricht hier inzwischen vom zweiten Gehirn. Im Hinblick auf die Entdeckung dieses sogenannten „zweiten Gehirns“ im Verdauungssystem, finde ich es äußerst interessant, dass es für Adam und Eva ein Speiseverbot gab.

Mir kommt der Gedanke, dass die Erkenntnis von Gut und Böse nicht nur im Gehirn meines Kopfes, sondern auch im Gehirn meines Bauches stattfindet, und ich beginne, mir ganz neue Gedanken über den Sinn und Zweck des Fastens zu machen.
Über viele Jahre hinweg dachte ich, dass das Fasten zunächst mal nur eine Praktik in der geistlichen Lebensführung eines Christen sei, nicht mehr – aber auch nicht weniger. Eigentlich betrachtete ich das Fasten lediglich als eine Art „Hilfsmotor“ für den Christen, ohne mir nähere Gedanken darüber zu machen (abgesehen von der Solidarität, die ich beim Fasten empfinde mit armen Menschen, die geistlich oder materiell nicht so reich begütert sind, wie ich es bin, und vielleicht auch ein wenig, um abzuspecken oder einfach mal weniger zu rauchen). Nun aber mache ich mir plötzlich Gedanken darüber, was das Fasten tatsächlich bewirkt und wie die Enthaltsamkeit wirk-lich wirkt!

Erneut lese ich die Passage in der Genesis … Dass der Mensch im Garten Eden keinesfalls von der Frucht dieses Baumes essen sollte, das hat Gott nicht gesagt, um klar zu machen, dass er es ist, der sagt wo´s lang geht. Gott wollte damit nicht „die Fronten abklären“. Gott hat nicht willkürlich ein Gebot verhängt! Dadurch dass Gott verboten hatte vom Baum der Erkenntnis zu essen, bewahrte er den Menschen davor, seine reine Herzenshaltung zu verlieren.

Infolge der menschlichen Schwäche und der daraus resultierenden Erkenntnis von Gut und Böse wurde das innige Verhältnis zwischen Gott und dem Menschen nachhaltig gestört. Aber Gott hat seine Haltung zum Menschen dadurch nicht verändert, doch die Haltung des Menschen gegenüber Gott veränderte sich.

Äußerlich lässt mich das Fasten nach wie vor Solidarität empfinden mit Menschen, die nicht so umfänglich begütert sind wie ich, mit Menschen, die sich nicht jeden Tag satt essen können, die nicht in mitten einer intakten Infrastruktur leben, die sich nicht jeden Abend in ein warmes, frisch gemachtes Bett legen können. Aber innerlich verändert es meine Haltung gegenüber Gott. Das Fasten hilft mir, meine Herzenshaltung zu prüfen. Das Fasten führt mich ernsthaft auf den Weg der Nachfolge Christi. Ich bin gespannt, wie es sein wird. Jesus hat es uns vorgelebt, und ich will es ihm gleich tun, indem ich den Weg in und durch die „Wüste“ wähle.

… Fasten und Wüste, darum geht es dann auch in meinem Beitrag am kommenden ersten Fastensonntag, und ich bin gespannt, was mir bis dahin zum Thema noch so durch den Kopf und den Bauch geht.

Bis dahin, Euer Josef (Steffen Obl.OPR)

Die ersten Christen waren keine Rheinländer. Br. Joes Kolumne

Ich stelle mir gerade vor, was mit der Schlange passiert wäre, wenn Adam und Eva Chinesen gewesen wären …
Musstet Ihr lachen? Ich auch!

Eine andere Vorstellung hingegen wäre für mich als Rheinländer (und als nichtpfälzischer Rheinland-Pfälzer, bin ich ja eher ein Rheinländer) sehr skandalös, nämlich was passieren würde, wenn der regierende Oberbürgermeister einer rheinischen Großstadt dem Karneval und der Fastnacht den Kampf ansagen würde.

Das geschieht derzeit wieder in der brasilianischen „Sambahauptstadt“ Rio, wo der Bürgermeister aus religiösen Gründen den berühmten Karneval verbieten möchte.
Vermutlich wird er mit seiner Mission, den Straßenkarneval aus seiner Stadt zu verbannen ebenso scheiterten, wie er schon als Fischereiminister gescheitert ist. „Vom Karneval versteht der ebenso wenig wie von der Fischerei“, urteilten seine Kritiker.
Im Jahr 2017 verweigerte er dem Karnevalskönig die Übergabe des Stadtschlüssels, was er 2018 zwar nicht wiederholte, aber dafür kurz nach der symbolischen Schlüsselübergabe nach Frankfurt flog, um sich dort über deutsche Drohnentechnik zu informieren.

Das Spannungsfeld zwischen christlicher Moral und Karneval, das kenne ich. In meinem Geburtsort waren zu meiner Kindergartenzeit noch Nonnen ansässig, die als Erzieherinnen im Kindergarten und als Krankenschwestern arbeiteten.
Von Rosenmontag bis Aschermittwoch pflegten sie die ununterbrochene Anbetung vor dem Allerheiligsten … Wie meine Großmutter meinte, „wegen der Sünden, die an Fastnacht gemacht werden!“ Und meine Oma war auch stets in größter Sorge, wenn ich als junger Kerl „loszog“, um Karneval zu feiern oder allwöchentlich freitag- und samstagabends in die Disco fuhr.

Sie war kein Karnevalsgegner, nein, sie war immer sehr gespannt auf die Vorträge, die von Neujahr an eingeübt wurden, wollte immer wissen, wie die Kappensitzung oder der Umzug gelaufen sei und hat auch mein Lampenfieber mit mir geteilt, als ich mal Sitzungspräsident war. … Aber sie hat auch immer mit dem Rosenkranz in der Küche gesessen und gebetet, dass ihr Enkel möglichst nichts „Schlimmes“ anstellt … während der „närrischen“ Tage! Sie wäre nicht mit allem einverstanden gewesen, aber sie war ja auch nicht live dabei, so blieb ihr manche Aufregung erspart.

Ja, ich war damals ein aktiver Karnevalist, aber lediglich in der Zeit zwischen „Dickem Donnerstag“ und Aschermittwoch. Christ hingegen, bin ich das ganze Jahr über und auch an den Karnevalstagen. Ich finde nicht, dass das Eine, das andere grundsätzlich ausschließt.
Wir finden in der Apostelgeschichte keine Hinweise darauf, dass die ersten Christen Karneval gefeiert hätten [Anm. d. Red.: Der Einzug Jesu nach Jerusalem kann jedenfalls auch mit ausgefeiltester Exegese nicht als erster Karnevalszug gedeutet werden!]. Was ja völlig logisch ist, sie waren ja auch keine Rheinländer!

Dennoch kann ich mir nicht vorstellen, dass die Apostel immer einmütig mit starrer Mine in ihren Zusammenkünften gesessen sind [Anm. d. Red.: Die durch Israel galoppierende Schweineherde von Gerasa dürfte auch manchen zum Lachen angestiftet haben!].
Wir wissen, dass sie zuweilen heftig streiten konnten; deshalb gehe ich davon aus, dass sie auch miteinander gelacht haben.

Wer traurig sein kann und wer streiten kann, der kann auch lachen – so meine für mich logische Schlussfolgerung. Ein Fest auch im weltlichen Rahmen, in Fröhlichkeit und Gelassenheit zu feiern, gehört für mich durchaus zum Christsein dazu.
Beispielsweise an Weihnachten das gute Essen, die Bescherung, das gemütliche Zusammensein der Familie im Wohnzimmer vor dem geschmückten Baum oder das festliche Mittagessen und Kaffeetrinken an Ostern, das Grillen an Pfingsten, die Familienzusammenkunft anlässlich einer Taufe, einer Erstkommunion usw.

Als biblisches Beispiel hierfür, erwähne ich für mich selbst gerne das sogenannte „erste Wunder“ Jesu, die Weinvermehrung bei der Hochzeit von Kana.
Wir kennen die Geschichte. Der Wein wird alle, die Gäste drohen in kürze auf dem Trockenen zu sitzen, und Maria bittet ihren Sohn, etwas zu unternehmen.
Dieser zögert, kommt aber dann der Bitte seiner Mutter nach und sorgt für etwa 600 Liter (die Menge haben Bibelforscher errechnet – aus welchen Quellen auch immer, das muss man sich mal bildlich vorstellen – das sind 800 Flaschen à 0,75 Liter) eines vorzüglichen Weines.
Das war also eine Hochzeit mit Hunderten von Leuten und das Fest ging vermutlich über mehrere Tage, vielleicht war da ein ganzes Dorf auf den Beinen.

Ich denke, Jesus hat nichts grundlegend gegen das Feiern von Festen, nichts gegen den Genuss von Alkohol und das feiern von Partys. Es liegt an mir, ob ich so derart „auf den Putz haue“, dass ich mich am nächsten Tag dafür schämen muss. Verantworten muss ich mich für mein Verhalten spätestens vor Gottes Richterstuhl. Es liegt an mir, wie ich mich verhalte.
Ich finde es persönlich sehr geschmacklos und dumm, wenn sich Leute an Karneval als Teufel, Mönch oder Nonne verkleiden und was es noch so alles an geschmacklosen Kostümen gibt oder Menschen sich bis zum Verlust der Muttersprache besaufen oder ein Festzelt aus den Angeln heben …

Aber ich käme nicht auf die Idee, eine Karnevalsveranstaltung zu verhindern, nur weil es dort auch Leute gibt, die mich in meinen religiösen Gefühlen verletzten könnten. Ich bin für mich verantwortlich und auch dafür, wie ich mich bei diesen Veranstaltungen verhalte. Jesus und seine Jünger haben sich jedenfalls nicht immer abgeschottet von weltlichen Partys.

Wir wissen aus den Berichten des neuen Testaments, dass sich Jesus bei öffentlichen Veranstaltungen und Festen auch mit Zöllnern, Dirnen und Andersgläubigen an einen Tisch setzte. Mit Menschen also, die in der jüdischen Öffentlichkeit keinen guten Ruf hatten, ja teilweise sogar als Unreine und Asoziale bezeichnet wurden. Was wiederum dazu führte, dass Jesus und seine Jünger als Fresser und Säufer beschimpft wurden (vgl. Matthäus 11,19).

Ich gehe mal davon aus, dass die Jünger sich bei solchen Anlässen nicht sinnlos betrunken haben, aber ich kann mir gut vorstellen, dass nicht alle Jünger den Wein gleichermaßen vertragen haben. Der eine mehr, der andere weniger. Sie waren sich ihrer Verantwortung in und für die Gesellschaft, in der sie sich befanden, mehr oder weniger bewusst. Sie feierten alle damaligen Festtage und nahmen an vielen gesellschaftlichen Großveranstaltungen teil.
Ich sehe jedenfalls nicht, warum man als Christ grundsätzlich keinen Karneval feiern sollte. 

Wenn ich mir aber jetzt unter dem Aspekt, dass nach Karneval die große Fastenzeit beginnt, das Wunder von Kana betrachte, dann erkenne ich im Bericht des Johannes 2,1-12 drei ganz lebenspraktische Hinweise für mich als Christ. Erstens: Die eschatologische Freudenzeit mit Jesus beginnt. Zweitens: Diese Zeit beginnt mit einer substanziellen Verwandlung – so wie sich Wasser auf Jesu Wort hin zu Wein verwandelt, so verwandelt sich der Mensch unter dem Wort des Evangeliums zu einem Nachfolger Christi; und drittens: Maria fordert uns auf, Jesus zu folgen, in dem sie sagt: „Was er Euch sagt, das tut!“

Am Aschermittwoch, so besingt es ein Mainzer Karnevalslied „ist alles vorbei“… ja, dann ist es vorbei mit dem „alten“ Menschen, dann beginnt die Zeit der Verwandlung, die Vorbereitung auf das Osterfest, … und aus diesem Anlass, erscheint dann auch mein nächster Beitrag.

Bis dahin, Euer Josef (Steffen Obl.OPR)

Dieser Beitrag gibt als Kolumne vor allem eine persönliche Sicht wieder, aber nicht unbedingt in jedem Punkt die Meinung der Kirche.

Ein Fest voll Gebet, Gesetz und Glauben. Internationale Tagung der Union von Scranton vom 22. bis 24. Februar 2019

Vom 22. bis 24. Februar 2019 fand in der Abtei St. Severin eine internationale Tagung der Union von Scranton unter dem Vorsitz des Erzbischofs und Primas der Polnisch-Nationalkatholischen Kirche (PNCC), Dr. Anthony A. Mikovsky, und des Bischofs der Nordisch-Katholischen Kirche, Dr. Roald N. Flemestad, sowie zahlreicher weiterer Theologen der Union von Scranton aus Nordamerika und unterschiedlichen Ländern Europas statt.

Die Tagung war eingebettet in Stundengebete in katholischer (geleitet von den Mönchen von St. Severin) und anglikanischer Tradition (geleitet von der englischen Delegation). Gegenstand war vor allem die künftige kirchenrechtliche Verfassung der Gemeinden der Union von Scranton in Europa außerhalb Skandinaviens. So wurde die Errichtung einer Unselbstständigen Mitgliedskirche unter Leitung eines Bischöflichen Delegaten (gemäß Teil C, Art. 3i der Statuten der Union von Scranton) diskutiert. Daneben wurde auch liturgische Fragen besprochen. Den Abschluss und Höhepunkt stellte die gemeinsame Eucharistiefeier dar.

Kirchenrechtlicher Hintergrund

Die Union von Scranton definiert sich als „Gemeinschaft von Kirchen in voller Sakramentengemeinschaft mit der Polnisch-Katholischen Nationalkirche (PNCC)“ (Statuten, Überschrift). In ihrer inneren Ordnung kann sie am Besten mit einem orthodoxen Patriarchat, das autonome Teilkirchen besitzt, verglichen werden. Die Rolle des ersten Hierarchen und Vorsitzenden der Bischofskonferenz nimmt dabei verfassungsgemäß der Primas der PNCC ein (Statuten, D, Art. 1c).

Die kleineren Mitgliedskirchen (bisher nur die Nordisch-Katholische Kirche) genießen eine begrenzte Autonomie. Sie dürfen — sofern sie nicht von der offiziellen Theologie (insbesondere die Erklärung von Scranton und das orthodox-altkatholische Konsensdokument Koinonia auf altkirchlicher Basis) abweichen — ein eigenes Kirchenrecht, eigene Liturgie und eigene Katechismen haben, müssen aber ihre Verfassung, liturgischen und katechetischen Bücher sowie alle anderen offiziellen Dokumente mit der PNCC teilen (wie auch umgekehrt, Statuten, C, Art. 11).

Da die Bischofskonferenz der Union von Scranton von der PNCC dominiert wird, leistet diese Gewähr für die Katholizität und Orthodoxie der kleineren Mitgliedskirchen der Union: Denn gegen den Mehrheitswillen der Bischofskonferenz darf keine Bischofsweihe stattfinden (Statuten, C, Art. 8d, 10b). Und problematischen Bischöfen kann mit Mehrheitsbeschluss die Mitgliedschaft unter bestimmten Voraussetzungen entzogen werden (C, Art. 3h).

Grundlage der Kirchengemeinschaft ist die Übereinstimmung in der katholischen Lehre und Liturgie (C, Art. 1a,b), die wechselseitige Anerkennung der Ämter in apostolischer Sukzession (C, Art. 1b,d) und die eucharistische Gemeinschaft (C, Art. 1c).

Was glaubten die Urchristen? Am 16.02.19 startet in Düsseldorf unser ökumenischer Gesprächskreis

Denken Sie gern über „Gott und die Welt“ nach? Haben Sie sich vielleicht auch schon einmal gefragt, was die frühen Christen über das Wesen Gottes, die Erlösung des Menschen oder den Heiligen Geist wussten? Oder auch, was wohl Paulus oder Augustinus zu aktuellen kirchlichen Fragen sagen würden?

Dann ist dieser Gesprächskreis etwas für Sie! Seien Sie herzlich eingeladen zum Auftakt einer Reihe über den Glauben der ungeteilten Alten Kirche der ersten Jahrhunderte.

Wir treffen uns zu einer ersten Vorbesprechung am Samstag, den 16. Februar, um 15 Uhr beim Café im Foyer der Johanneskirche, Martin-Luther-Platz, Düsseldorf.
Sehr gern können Sie auch Freunde und Bekannte mitbringen.

Das Beitragsbild zeigt übrigens anhand einer äthiopisch-orthodoxen Ikone die Stelle aus der Apostelgeschichte (8,26-39), in der der Apostel Philippus einem nubischen Hofbeamten nach der Frage „Verstehst Du, was Du liest?“ die Schrift erklärt und ihn später auf dessen Wunsch hin tauft.

„Ab heute sollt Ihr Menschen fischen!“ Von Br. Josef Steffen Obl.OPR

Wir kennen ja die Passagen im Evangelium, wo Jesus am See Genezareth die Jünger auffordert, ihre Netze erneut auszuwerfen (vgl. Mk 1,16-20; Mt 4,18-22; Lk 5,1-11):
Jesus fordert Petrus auf: „Fahr an eine Stelle, wo es tief ist, und wirf die Netze zum Fang aus.“ Petrus entgegnet: „Rabbi, wir haben uns die ganze Nacht abgemüht und nichts gefangen, aber weil du es sagst, werfe ich die Netze aus“ (vgl. Lk 5, 4f.).

Als ich mich heute Morgen nach meiner „Stillen Zeit“ wieder einmal hinsetzte und mich auf eine Zigarette mit Gott traf (so nenne ich immer den Moment nach dem Morgengebet und der Lectio Divina, in dem ich in aller Ruhe einen Kaffee mit Milch trinke, eine Zigarette dabei rauche und meine Gedanken noch etwas kreisen lasse), da dachte ich an ein Interview mit einem Pfarrer aus einer Großstadt, welches ich kürzlich gelesen hatte. Es ging darin um ein Projekt mit dem Namen Aufbruch.
Aufbruch, so die Erklärung des Priesters im Interview, stünde für eine Kirche, die rausgeht in die Gesellschaft, die nach den relevanten Themen für die Menschen fragt und die versucht, aus dem Evangelium Jesu Antworten dafür zu finden … und sich die Frage stellt, was das Evangelium hier und jetzt fordert – und was es dazu speziell in Großstadt braucht!

„Ah-ha“, dachte ich. „Ja, was haben denn die christlichen Gemeindeleiter, Bischöfe, Pfarrer, Ordensleute usw. die letzten 1500 Jahre gemacht?“ Diese Frage hat mich den ganzen Tag über beschäftigt.
Was haben „die“ denn die ganzen Jahre gemacht? Warum fragen die nach den relevanten Themen?
Dieses seien spannende Fragen, meinte der Stadtdekan. Um die Antwort geben zu können, bräuchte es zunächst ein gutes theologisches Fundament. Und dann ginge es natürlich auch darum, die Zeichen der Zeit zu erkennen, ergänzte der Priester weiter.
Ich hatte ein einziges großes Fragezeichen auf der Stirn:
– Eine Kirche, die hinaus geht, um Antworten auf die relevanten Themen der Menschheit geben zu können?
– Um zu prüfen, ob im Evangelium diesbezügliche Antworten zu finden seien?
– Um sich zu fragen, was das Evangelium in dieser Zeit fü die Großstadt fordert?
– Und dafür braucht es ein gutes theologisches Fundament?

Ja, hat denn der Herr Pfarrer vergessen, was in der Schrift steht? Jesus sagte doch: „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater denn durch mich!“ (Joh 14,6)
Man kommt doch an diesem Satz überhaupt nicht vorbei!
Man kommt an diesem Satz nicht vorbei, wenn man es wirklich ernst meint, mit der Nachfolge Christi. Diese Aussage Jesu ist doch so komprimiert, damit die Bedeutung der Worte ein absolutes Gewicht hat. … Und gerade deshalb beauftragte er die Jünger, Menschenfischer zu sein!

Dieser Satz trifft den Nagel auf den Kopf, und zwar jeden einzelnen Nagel, mit dem der Herr Jesus gekreuzigt wurde. Diesen Satz zu relativieren, würde bedeuten, nicht nur die Absolutheit des Evangeliums zur Diskussion zu stellen, den Liberalen keine Angriffsfläche zu bieten und Heilslehren anderer Religionen zu legitimieren, sondern den Sinn von der Menschwerdung Gottes, Jesu Tod und Auferstehung in Frage zu stellen.
Wenn ich diesen Satz relativiere, dann trage ich dazu bei, dass sich Christentum und Kirche selbst abschaffen.

„Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater denn durch mich!“ … das ist doch das relevanteste Thema (aller Zeiten) überhaupt, oder nicht? Was braucht es da noch für ein theologisches Fundament? Mit diesem Satz ist doch alles gesagt, oder?

Eigentlich ja, aber gerade die römische Kirche ist inzwischen ein Tummelplatz für allerlei „Beifang“ und Fischer mit kaputten Netzen geworden. Spontan fallen mir zig Beispiele ein, und die skandalträchtigsten, jüngsten Beispiele möchte ich an dieser Stelle noch nicht einmal erwähnen:
Theologen, die eine pluralistische Religionstheologie vertreten, der zufolge weder das Christentum noch eine andere Religion „einzig wahre“ Heilsmittler sind und jede Religion die gleiche Funktion erfüllen könne, sind meiner Ansicht nach „Fischer mit kaputten Netzen“.

Auch fallen mir die KFD Frauen ein, mit denen ich nächtens in einem Tagungshaus diskutierte. Die Damen wunderten sich über mangelnden Nachwuchs in ihrem Verein, dabei hatten sie doch so tolle Veranstaltungen im Angebot wie: „Kochen ohne Glutamat“, „Kita ohne Grenzen“, „Kirche von unten“ usw. … Alles „Beifang“.
Wie wäre es mit dem Kurs „Wer in den Himmel will, der kommt an Jesus nicht vorbei!“? Mag ja sein, dass man damit spontan keine neuen Mitglieder bekommt, aber es wäre aus meiner Sicht wahrhaftiger und sinnvoller als „Tupperabende“ oder „vegane Kochkurse“ …dafür gibt es ja weltliche Vereinigungen und VHS Kurse.

„Niemand kommt zum Vater außer durch mich! Was dieser Satz bedeutet, das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Das kann man doch nicht verschweigen, für sich behalten oder relativieren!

Während ich so da sitze, Kaffee trinke und an meiner Zigarette ziehe, da sage ich: „Siehst Du Jesus, die Leute wollen diesen Satz nicht hören. Sie zweifeln Deine Wahrheit an. Sie glauben nicht daran, dass niemand zum Vater kommt, außer durch Dich!“

Und dann ist mir die Stelle im Evangelium eingefallen, wo Jesus den Petrus auffordert, erneut hinaus zu fahren, um die Netze auszuwerfen. Danach fordert Jesus den Petrus auf: „Fahr an eine Stelle, wo es tief ist, und wirf die Netze zum Fang aus.“ Petrus entgegnet: „Rabbi, wir haben uns die ganze Nacht abgemüht und nichts gefangen, aber weil du es sagst, werfe ich die Netze (erneut) aus“ (Lk 5,4f.).
Ja, wir wissen wie es dann weiter ging, sie hatten so viele Fische gefangen, dass sie beinahe gekentert wären.

Die Apostel waren einfache Leute. Wir kennen Petrus. Manchmal etwas rau und ungehobelt, dann wieder naiv, dann kleingläubig, dann fest im Glauben, dann etwas vorlaut, dann ängstlich, dann zweifelnd, allzu menschlich.
Wir kennen Andreas, der ewige kleine Bruder, zarter, feinfühliger.
Johannes, fast noch ein Kind, am Kleiderzipfel des Herrn hängend.
Oder den Thomas, der nur glaubt was er sieht.
Oder den Judas, den Fanatiker, dem alles nicht schnell genug geht, der es radikal will, hier und jetzt und schwach wird beim Geld …! Alles nur einfache Menschen, keine Theologen, keine namhaften Politiker, keine bedeutenden Journalisten … einfache Leute wie ich.

Mit den Schriftgelehrten diskutierte Jesus, aber zu den einfachen Leuten sprach er in einer einfachen und verständlichen Weise. Die Kernaussagen des Evangeliums sind unmissverständlich und eindeutig und die Aufträge und Anweisungen die Jesus gibt, die sind klar und deutlich: „Ab heute sollt Ihr Menschen fischen!“

Mich wundert es überhaupt nicht, dass in unserer Gesellschaft viele Leute den Kirchen den Rücken zu wenden. Für was ist denn die Kirche noch gut, wenn sie das Wesentliche verschweigt, die Kernaussage des Evangeliums als Nebensache abtut oder nur beiläufig erwähnt? Wie glaubhaft ist
denn eine Kirche, die sich vornehmlich als Moralinstanz, Impulsgeber, Zeremonienmeister und caritativer Träger sieht?
Ich bekomme den Eindruck, dass es Kirchen gibt, die nichts weiter darstellen, als die vielen anderen, unzähligen „Religionsanbieter“.

Was wundert sich die römische Kirche in der Großstadt über leere Fischernetze, bzw. Kirchenbänke, wenn sie sagen: „Wir haben die ganze Zeit nichts gefangen, jetzt fragen wir mal die Fische selbst, womit wir sie am besten fangen können!“
Die würden doch besser mal hingehen und es so machen, wie die Jünger es damals am See Genezareth gemacht haben, nämlich auf den Herrn Jesus hören, der ihnen sagt, wo genau sie ihre Netze auswerfen sollen! …. Aufbruch!

Es ist ja löblich, dass die Kirche mit ihrem Projekt „Aufbruch“ auf die „Not der Zeit“ reagieren will und sich fragt, wie sie an die Leute kommt, aber es wird ihr und den Menschen und deren transzendenten Erwartungen nicht weiter helfen, wenn sie das Evangelium nicht in seiner ganzen Wahrheit verkünden.

Der Mensch muss nicht an die Kirche glauben, um in den Himmel zu kommen, sondern den Worten des Herrn Jesus vertrauen! – Und das muss verkündet werden, und zwar deutlich! Wenn der Mensch in den Himmel will, dann kommt er an Jesus nicht vorbei! Das stimmt, Jesus sagt selbst von sich: Es gibt keinen anderen Weg, es gibt keine andere Wahrheit, es gibt kein anderes Leben, niemand … Niemand kommt zum Vater, außer durch mich!

Durch die Trägerschaft von sozial-caritativen, diakonischen Einrichtungen, Kindergärten, Schulen, Konfliktberatungsstellen, Armenküchen usw. erhält die Kirche meiner Meinung nach keine Daseinsberechtigung. Inzwischen unterscheiden sich viele dieser Einrichtungen inhaltlich nicht mehr von „weltlichen“ Einrichtungen. Als Christen sind wir zwar aufgefordert, die Bergpredigt in die Tat umzusetzen, die Werke der Barmherzigkeit zu tun und Einrichtungen zu unterhalten, in denen das Evangelium praktisch verwirklicht wird, aber: „Das ist nicht das Wesentliche sondern das Selbstverständnis der christlichen Nächstenliebe.“

Wenn ich das Wesentliche im Evangelium verschweige, dann ist das so, als würde ich das Netz nicht dort auswerfen, wo der Herr mir sagt, sondern dort wo es am gemülichsten ist. Denn klar wird es ungemütlich, wenn ich einem Muslim oder einem Atheisten sage, dass er an Jesus nicht vorbei kommt!
Wenn ich aber die Passage aus dem Evangelium Johannes 14,6 verschweige oder relativiere, dann werfe ich ein löchriges und kaputtes Netz aus! … und wenn ich mit einem löchrigen Netz auf Fischfang gehe, dann muss ich mich nicht wundern, wenn kein Fisch im Netz ist. Gleiches gilt übrigens auch, wenn ich das Netz nicht an der Stelle auswerfe, die mir Jesus nennt.

Was will ich? Will ich ein kaputtes und löchriges Netz auswerfen? Will ich mich mit Beifang zufrieden geben? Will ich mich mit der Angel an eine Pfütze setzen und darauf warten, dass ein Fisch anbeißt, der nebenan im Fluss schwimmt? Will ich ganz groß in eine Fischfangflotte investieren? Nein! Zuerst will ich mein Netz reparieren, dann auf die Stimme Jesu hören und das Netz an der Stelle auswerfen, die Er mir nennt!

Ich bin kein Missionar, ich bin kein Seelsorger, ich bin auch froh, dass ich kein evangelikaler Fanatiker bin, aber ich bin ganz schön froh, dass das Evangelium bis zu mir vorgedrungen ist, da kann ich doch nicht einfach so tun, als wüde es außer mir niemanden betreffen. Das muss ich doch sagen, das ist doch die Frohe Botschaft!
Es ist ja nicht so, als hätte ich das vorher noch nie gehört, aber so wie heute Morgen, das hat gesessen! Mal gespannt wie lange es anhält, mein „AH-HA Erlebnis“ … aber ich habe ja Euch, meine lieben Geschwister im Herrn, Ihr ermahnt mich bitte, wenn der Eifer mit mir durchgeht oder im Gegenzug abflaut und teilt mit mir die Freude darüber, dass wir eine kleine Kirche sind, ein „Fischerbötchen“, das dorthin rudert und die Netze an der Stelle auswirft, die der Herr ihm nennt, mit Netzen die keine Löcher aufweisen und falls doch, die schnell repariert werden.

Zwei Zigarettenschachteln für G’tt. Martinus‘ Werk und unser Beitrag

Natürlich wollen wir weder ein allzu populäres bashing von Rauchern — erwachsenen Menschen — betreiben noch jemanden zum Rauchen verleiten. Im Gegenteil: Wenn es in der Bibel heißt, „wie ein Rauchopfer steige mein Gebet vor Dir auf“ (Ps 141,2), ist damit bekanntlich der G‘tt gebührende Weihrauch gemeint.
Somit soll diese Überschrift ein Hingucker sein, um auf unsere Spendenaktion aufmerksam zu machen: Ca. 6 € kostet eine Packung mit 20 Zigaretten, für zwei Packungen muss man bereits 12 € ausgeben.

Mindestens diesen Betrag gibt jeder Raucher im Monat aus, wenn er nur 1 1/3 Zigaretten pro Tag raucht – unabhängig von seinem Gehalt. Im Durchschnitt verbraucht ein Raucher jedoch weitaus mehr, nämlich eine halbe bis eine Packung pro Tag.
Dieser Vergleich scheint uns angemessen, wenn wir Sie um einen Beitrag zur Unterstützung unserer kirchlichen Arbeit bitten.

12 € im Monat sind für die meisten Menschen entbehrlich, von einem Opfer oder gar vom Zehnten kann kaum die Rede sein. Uns hilft es aber weiter.
Sie müssen dazu noch nicht einmal Mitglieder unserer Kirche sein und können über unser gemeinnütziges Martinuswerk e. V. sogar eine Spendenquittung für das Finanzamt bekommen.

Denn gerade in diesem Jahr stehen wir mit unserer pastoralen Arbeit vor positiven Herausforderungen:

  • Im Februar wird uns das Oberhaupt unser Kirchenunion Prime Bishop Anthony Mikovsky (PNCC) im Rahmen der Pastoralkonferenz im Kloster St. Severin in Kaufbeuren besuchen.
  • Wir konnten das Angebot an Gottesdienstorten bzw. Kirchen vermehren, was jedoch für fast jeden Gottesdienst Kosten für die Anmietung und einen Organisten bedeutet.
  • Wir freuen uns über sechs neue Interessenten, die allein zum Jahresanfang um Aufnahme in unsere Kirche gebeten haben. Um sie pastoral und katechtisch angemessen zu begleiten, können wir Hilfe gebrauchen.

12 € ergeben im Jahr 144 €. Beides erinnert an heilige Zahlen: Die zwölf Stämme Israels (vgl. Gen 29,31-30,24; Mt 19,28) und die 144 000 Erlösten, von denen die Offenbarung des Johannes spricht (vgl. Off 7,1-8).

12 € im Monat sind für die meisten Verdiener ein kaum spürbarer Verzicht, uns aber ermöglichen sie unsere Arbeit zum Segen für die Menschen.
Bitte fangen Sie nicht mit Rauchen an, sondern mit Spenden!

Jahreshauptversammlung des Martinuswerks 2018

Um im Interesse unserer Kirche die finanziellen Aufgaben zu regeln und sie auf ein tragfähiges Fundament zu stellen, kamen bereits zum zweiten Mal Mitglieder, Freunde und Gönner der Nordisch-Katholischen Kirche Ende Dezember in Westfalen zur Jahreshauptversammlung des gemeinnützigen Martinuswerkes e. V. zusammen.

Neben der Reflexion der Aktivitäten des vergangenen Jahres und der Verabschiedung des Kassenberichts standen die Planungen für das Jahr 2019 im Vordergrund. Ferner wurde Franz Schömer zum zweiten Kassenprüfer gewählt.

Besonders erfreulich ist der Zuwachs an Vereinsmitgliedern. So konnten im Jahr 2018 fünf Neumitglieder begrüßt werden. Da der Beitritt in den Verein nicht an die Kirchenmitgliedschaft gebunden ist, finden sich neben Mitgliedern unserer Kirche dort auch Menschen, die die Ziele unserer Kirche grundsätzlich unterstützenswert finden, aber der Kirche noch nicht beitreten wollen oder können. Einen Mitgliedsantrag zum Herunterladen finden Sie übrigens hier (am Ende der dortigen Seite).

Caritative Projekte unterstützen

Damit der Verein auch satzungsgemäß die Diakonie unserer Kirche fördert und somit die christliche Nächstenliebe konkret werden lässt, hat das Martinuswerk e. V. Kontakte zu verschiedenen Trägern von Hilfsangeboten geknüpft.

1000plus für „Hilfe statt Abtreibung“

So bedankte sich die Initiative 1000plus für unsere ideelle wie finanzielle Unterstützung. Zusammen mit einem Dankesschreiben schickte sie weiteres Informationsmaterial zu Verteilung in unseren Gottesdiensten.

Lichtbrücke e. V. in Engelskirchen

Ferner unterstützt das Martinuswerk die vielfältigen Projekte der Lichtbrücke e. V. in Engelskirchen. Besonders beeindruckend ist das Engagement dieses Vereins zu Beseitigung von Blindheit aufgrund von Unterernährung. Wußten Sie, dass ein Mensch durch eine Linsenimplation für nur 50 € wieder sehen kann?

Neben einer Mitgliedschaft im gemeinnützigen Martinuswerk e. V. können Sie unsere Arbeit sehr gerne auch durch Spenden unterstützen. Bei Angabe einer Anschrift senden wir Ihnen eine Quittung für das Finanzamt zu.

Spendenkonto
Martinuswerk e.V.
IBAN: DE70 4146 0116 8516 8514 00
BIC: GENODEM1SOE (Volksbank Hellweg eG)