„In modo Crucifixi“. Kartäusermesse zur Primiz von Ralf Blasberg

Wie angekündigt, ist am dritten Advent die hl. Messe im Ritus des Kartäuserordens fast 50 Jahre nach Schließung der Kartause Maria Hain nach Düsseldorf zurückgekehrt.

Die sehr konzentrierte wie einfache Feier gemäß dem Missale des kontemplativen Kartäuserordens, der seine Daseinsberechtigung allein mit Lob Gottes begründet, mit seiner beeindruckenden Gebetshaltung, die den Gekreuzigten „in modo Crucifixi“ nachbildet, wurde entsprechend den Bedürfnissen einer Gemeinde mit gehaltvollen adventlichen Gesängen bereichert.

Andere ursprüngliche liturgische Eigenheiten wie die mappula, eine Art symbolisches Grabtuch (sindonum), das beim Sitzen die Beine des Zelebranten bedeckt, wurden dagegen weggelassen. Sie zeigen aber sehr gut die Verwandtschaft dieser Liturgie mit dem ältestem Ritus der Zisterzienser und Dominikaner.

Damit geht die altkatholische Nordisch-Katholische Kirche ihren Weg weiter vorwärts zur liturgischen Erneuerung gemäß den mehr als 1500jährigen Traditionen der ursprünglich geeinten Kirche Christi.