Kurzinformation zur Nordisch-Katholischen Kirche und der neuen „Christ-Katholischen Kirche“

Kirchenväter: Miniatur, Kiewer Rus, 11. Jh.

Aus Anlass aktueller Anfragen und Entwicklungen teilen wir mit:

  1. Die Nordisch-Katholische Kirche hat im Jahr 2012 eine deutsche Administratur mit dem Namenszusatz „Christ-Katholische Kirche“ gegründet.
  2. Den Namenszusatz „Christ-Katholische Kirche“ verwendet die deutsche Administratur der Nordisch-Katholischen Kirche nun nicht mehr regelmäßig, da er im ökumenischen Kontext irreführend ist.
  3. Die deutsche Administratur der Nordisch-Katholischen Kirche besteht ansonsten unter der Leitung von Bischof Dr. Roald Nikolai Flemestad (Oslo) unverändert fort; sie gehört weiterhin zur altkatholischen Union von Scranton und steht in voller Kirchengemeinschaft mit der Polnisch-Katholischen Nationalkirche von Amerika (Mitglied des Weltkirchenrats seit 1948; seit 2006 in communicatio in sacris mit der römisch-katholischen Kirche nach CIC can. 844 §§ 2,3).
  4. Der Name „Christ-Katholische Kirche“ wird nun von einer neu gegründeten Gemeinschaft verwendet, deren Geistliche früher zur deutschen Administratur der Nordisch-Katholischen Kirche gehört haben (teils aus leitender Position entlassen oder suspendiert).
  5. Die neue, von denselben Geistlichen geleitete, Gemeinschaft namens „Christ-Katholische Kirche“ untersteht nicht mehr Bischof Dr. Roald Nikolai Flemestad (Oslo); sie gehört auch nicht zur Union von Scranton und steht weder in Sakramentengemeinschaft mit der Nordisch-Katholischen Kirche noch mit der Polnisch-Katholischen Nationalkirche von Amerika (PNCC).
  6. Die geistliche Grundlage der Nordisch-Katholischen Kirche (Mitglied der norwegischen Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen seit 2015) bleibt das Bekenntnis zum Glauben der ungeteilten Kirche (vgl. das orthodox-altkatholische Konsensdokument: Koinonia auf altkirchlicher Basis, hg. U. von Arx, IKZ 79/4, 1989) im Kontext unserer westlichen Kultur.
  7. Alle Gläubigen der Gemeinden in Ebenweiler (St. Andreas), Karlstadt (St. Patrick) und Saarbrücken (St. Barbara), welche auch weiterhin der Nordisch-Katholischen Kirche angehören möchten, bitten wir dringend um Kontaktaufnahme. Die dort bisher amtierenden Ortsgeistlichen sind aus der Gemeinschaft unserer Kirche ausgeschieden. (Für weitere Informationen sei auf die Erklärung der deutschen Administratur der Nordisch-Katholischen Kirche vom 6. Juli 2018 verwiesen.)

Wir rufen unsere Gläubigen dazu auf, den Angehörigen der neuen Gemeinschaft mit Wertschätzung und Respekt zu begegnen.

Düsseldorf, am Festtag des heiligen Benedikt von Nursia 2018

Prof. Frederik Irenäus Herzberg
Bischofsvikar